Vorab: Ich habe nicht durchgehalten. Um 09:30 war ich im Kino, um 15:00 Uhr draussen. Wenn einem alles weh tut, wird der Film Nebensache.
Was ist anders nach dem Film? Die Erkenntnis wenn ein Film nicht auf Spannung, sondern auf Stimmung geht, macht die Länge Sinn. Ich habe keine Kamerafahrt und nur eine Nahaufnahme gesehen. Gedreht ist der Film in schwarz-weiss und es fühlt sich an als wenn man ein Fenster öffnet und hinaussieht in den Dschungel. Ich habe viel gelernt über die Philippinen, philippinisches Kino und Mystik und über Zeit. Die Stunden vergingen schneller als vermutet. Meine ursprüngliche Movitation vergesse ich als ich später das Kino verlasse, fühle ich mich als wenn ich aus dem Dschungel heraus trete.
Den Plot kann ich kaum beschreiben. Es ist einfach ein sehr exotisches Kinoerlebnis.
Freitag, 19. Februar 2016
Donnerstag, 18. Februar 2016
Viele Stunden, an den Kinosessel gebunden
Was ist anstrengender als 8 Stunden im Kinosessel? 8 Stunden in Abendrobe im Kinosessel! Die Filmcrew macht's.
Diesen langen Wettbewerbsbeitrag sehen wir nicht nur gemeinsam mit der Jury und der Presse, sondern auch mit der Filmcrew, die sich schon so früh in Schale geschmissen hat.
Alle anderen kommen extrem leger. Schuhe mit Klettverschluss, Hosen aus Jersey oder weit geschnitten aus Cord, bequeme T-Shirts und Pullis beherrschen das Bild. Vor dem Einlass gibt es ein wenig Aufruhr über die Dinge, die wir mit hineinnehmen dürfen. In allen Sprachen hört man: Mein Wasser, aqua, de l'eau, my water .... Niemand will ohne Verpflegung in den Film. Ein strenger Herr am Saaleingang verschafft sich Gehör, um zu erklären, dass die Verpflegung an die Gardrobe gehört. Bei den Worten: " ..... Nicht verhandelbar ..." und " ... müssen abgegeben werden ..." wird er einfach überrannt.
Später ist es im Saal ein wenig wie im antiken Amphitheater: Die Geschichte über die Philippinische Revolution wird von dezenten Gelagegeräuschen untermalt. Hier trinkt jemand Wasser, dort bietet jemand flüsternd: "Trauben?"
Diesen langen Wettbewerbsbeitrag sehen wir nicht nur gemeinsam mit der Jury und der Presse, sondern auch mit der Filmcrew, die sich schon so früh in Schale geschmissen hat.
Alle anderen kommen extrem leger. Schuhe mit Klettverschluss, Hosen aus Jersey oder weit geschnitten aus Cord, bequeme T-Shirts und Pullis beherrschen das Bild. Vor dem Einlass gibt es ein wenig Aufruhr über die Dinge, die wir mit hineinnehmen dürfen. In allen Sprachen hört man: Mein Wasser, aqua, de l'eau, my water .... Niemand will ohne Verpflegung in den Film. Ein strenger Herr am Saaleingang verschafft sich Gehör, um zu erklären, dass die Verpflegung an die Gardrobe gehört. Bei den Worten: " ..... Nicht verhandelbar ..." und " ... müssen abgegeben werden ..." wird er einfach überrannt.
Später ist es im Saal ein wenig wie im antiken Amphitheater: Die Geschichte über die Philippinische Revolution wird von dezenten Gelagegeräuschen untermalt. Hier trinkt jemand Wasser, dort bietet jemand flüsternd: "Trauben?"
Alone in Berlin
Die neuste Verfilmung des Fallada-Romans "Jeder stirbt für sich allein" ist wieder so ein ruhiger Film. Es wird relativ wenig gesprochen. Das mag daran liegen, dass es unter der Naziherrschaft gefährlich war, den Mund auf zu machen. Von daher passt der englische Titel "Alone in Berlin" ganz gut. Die Stadt ist voller Menschen, aber es gibt kaum Kontakt. Jeder schaut, dass er selber über die Runden kommt. Der Film versucht diese Atmosphäre der Angst und Isolation greifbar zu machen, ich fand das gelang nur bedingt. Trotzdem fand ich den Film gut, teilweise auch spannend, obwohl die Handlung keine Überraschungen birgt wenn man ein bisschen was über Falladas Buch weiss. Emma Thompson (Anna) hat mir von allen am besten gefallen, sie spielt so gut, da braucht es nicht viel Text. Brendan Gleeson (Otto) war auch gut, hat aber noch weniger Text. Man kann sich zwar vorstellen, was in Otto vorgeht, aber sehen tut man nur wenig. Den meisten Text haben Polizei & Nazis, in englisch mit deutschem Akzent, das wirkt unfreiwillig komisch.
Trotzdem ein guter Film.
Trotzdem ein guter Film.
Einstimmung
Der nächste Film heisst "Miles ahead" und erzählt von Miles Davis. Zur Einstimmung machen wir selber ein bisschen Musik.
Gefährliche Antwort
Morgens kurz nach 10:00 Uhr in der Schlange:
"Moment, ... darf ich ihnen noch dieses CD der Aids-Stiftung vorstellen. Als Werbegeschenk dürfen sie diese gerne mit nehmen ...."
"Moment, ... darf ich ihnen noch dieses CD der Aids-Stiftung vorstellen. Als Werbegeschenk dürfen sie diese gerne mit nehmen ...."
Berlinale Studio
Im Berlinale Studio vom 16.02. des RBB-Fernsehens werden die Food-Trucks (ab ca. Minute 25) vorgestellt. Ein interessanter Bericht. Wir waren zufällig dort, wie der Bericht gefilmt wurde ;-)
Binge-Viewing im Wettbewerb
Um 9:30 beginnt heute mein erster Film. Er wird 8 Stunden dauern. Wir sehen ihn gemeinsam mit Jury und Presse. Das geht organisatorisch nicht anders.
Knapp gesprochen geht es um die Geschichte der Philippinen. "Die Frage nach der Rolle des Einzelnen in der Historie, seiner Beteiligung an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen .... " das war der Text in der Beschreibung, der den Film für mich attraktiv machte.
Mal sehen, ob ich durchhalte.
Knapp gesprochen geht es um die Geschichte der Philippinen. "Die Frage nach der Rolle des Einzelnen in der Historie, seiner Beteiligung an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen .... " das war der Text in der Beschreibung, der den Film für mich attraktiv machte.
Mal sehen, ob ich durchhalte.
Chi-Raq - Message ist angekommen, doch der Film wird nicht angenommen
Worum geht's? Zwischen 2003 und 2015 starben in der Chicago mehr Menschen durch Waffengewalt (über 7000) als amerikanische Elitesoldaten in Afghanistan und dem Irak. Spike Lee thematisiert die Bandengewalt in der Chicagoer South Side. (Als Vorlage dient ihm dabei die griechische Komödie Lysistrata von Aristophanes.)
Die Mitglieder der Banden interessieren sich nur für zwei Dinge: Gewalt und Sex. Für die höchstattraktive Lysistrata und ihre klugen Freundinnen liegt es da nah zweites zu verweigern bis erstes eingestellt wird: "No peace, no pussy" lautet ihr Schlachtruf und sie machen ihren Männern den Verzicht sehr, sehr, sehr schwer. (Schöne Szene: no peace, no pussy auf den Plakaten im Saudi-Arabien, in Russland, in Dänemark).
Der Film ist vollgepackt mit tollen cineastischen Ideen. Und doch ergeben alle Teile leider kein Ganzes. Von mir aus sollte Spike Lee in Form eines Director Cuts nochmal Handanlegen. Ich gehe dann nochmal rein.
Die tollen Ideen:
1. Lysistrata als Vorlage - perfekt!
2. Der Film ist wie die griechische Komöde in Versen gesprochen.
3. Die Verse lassen die griechische Herkunft erkennen, werden aber im Film quasi zu einem einzigen langen Rap. Nie wird es zu vulgär, trotzdem immer explizit.
4. Samuel Jackson als Erzähler, der vor die Kamera zu tritt, um den Zuschauer direkt anzusprechen und in die Geschichte weiterzuführen
5. Und getanzt wird auch noch.
Dramatisch ist der reale Hintergrund des Films.
Trailer:
https://m.youtube.com/watch?v=_0Bs1df0kPI
Kritik im Tagesspiegel
http://m.tagesspiegel.de/kultur/spike-lee-und-chi-raq-auf-der-berlinale-no-peace-no-pussy/12967536.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F
Die Mitglieder der Banden interessieren sich nur für zwei Dinge: Gewalt und Sex. Für die höchstattraktive Lysistrata und ihre klugen Freundinnen liegt es da nah zweites zu verweigern bis erstes eingestellt wird: "No peace, no pussy" lautet ihr Schlachtruf und sie machen ihren Männern den Verzicht sehr, sehr, sehr schwer. (Schöne Szene: no peace, no pussy auf den Plakaten im Saudi-Arabien, in Russland, in Dänemark).
Der Film ist vollgepackt mit tollen cineastischen Ideen. Und doch ergeben alle Teile leider kein Ganzes. Von mir aus sollte Spike Lee in Form eines Director Cuts nochmal Handanlegen. Ich gehe dann nochmal rein.
Die tollen Ideen:
1. Lysistrata als Vorlage - perfekt!
2. Der Film ist wie die griechische Komöde in Versen gesprochen.
3. Die Verse lassen die griechische Herkunft erkennen, werden aber im Film quasi zu einem einzigen langen Rap. Nie wird es zu vulgär, trotzdem immer explizit.
4. Samuel Jackson als Erzähler, der vor die Kamera zu tritt, um den Zuschauer direkt anzusprechen und in die Geschichte weiterzuführen
5. Und getanzt wird auch noch.
Dramatisch ist der reale Hintergrund des Films.
Trailer:
https://m.youtube.com/watch?v=_0Bs1df0kPI
Kritik im Tagesspiegel
http://m.tagesspiegel.de/kultur/spike-lee-und-chi-raq-auf-der-berlinale-no-peace-no-pussy/12967536.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F
Berlinalebrote
Heute muss alles ganz schnell gehen und es mehr als sonst sein. Es muss für die nächsten 8 Stunden reichen.
Mittwoch, 17. Februar 2016
Bechdel-Test testen
Wir tun es in diesem Jahr dem schwedischen Kino nach und werden mal die Anwendung des Bechdel-Tests ausprobieren. Der Bechdeltest ist ein Test, der zur Prüfung von Stereotypen weiblicher Figuren in Spielfilmen herangezogen wird.
(Es geht nicht darum, zu prüfen ob ein Film "gut" ist oder festzulegen, wann ein Film "gut" ist. Es geht um die Fragen wie oft und mit welchen Klischees sind Frauen in Filmen öffentlich präsent.)
Der Test besteht aus 3 einfachen Fragen:
1. Gibt es mehr als zwei Frauenrollen in dem Film und haben diese Frauen einen Namen?
2. Reden die Frauen miteinander (Sind sie einander mit Interesse zugewandt)?
3. Reden sie über etwas anderes als Männer?
Hier mehr darüber:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/bechdel-test-in-schwedischen-kinos-frauen-die-mit-frauen-sprechen-1.1813032
http://www.huffingtonpost.com/2014/10/03/alison-bechdel-sex-and-th_n_5928490.html
(Es geht nicht darum, zu prüfen ob ein Film "gut" ist oder festzulegen, wann ein Film "gut" ist. Es geht um die Fragen wie oft und mit welchen Klischees sind Frauen in Filmen öffentlich präsent.)
Der Test besteht aus 3 einfachen Fragen:
1. Gibt es mehr als zwei Frauenrollen in dem Film und haben diese Frauen einen Namen?
2. Reden die Frauen miteinander (Sind sie einander mit Interesse zugewandt)?
3. Reden sie über etwas anderes als Männer?
Hier mehr darüber:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/bechdel-test-in-schwedischen-kinos-frauen-die-mit-frauen-sprechen-1.1813032
http://www.huffingtonpost.com/2014/10/03/alison-bechdel-sex-and-th_n_5928490.html
Über leidenschaftliches Verlangen
Wenn es blöd läuft, kann leidenschaftliches Verlangen, zumal unerfülltes, die Kraft entwickeln, deine Zukunft zerstören. Gar nicht gut, in seiner Vergangenheit stecken zu bleiben.
"A serious game" - von Pernilla August zeigt das sehr empathisch.
Ca. 1910. Arvid und Lydia fühlen sich sofort zu einander hingezogen und sind ab dem ersten Zusammentreffen aufeinander fixiert. Aus meiner Sicht verhindern nicht die moralischen Umstände ihre Geschichte, sondern wirtschaftlichen Umstände als Lydias Vater stirbt. Beide gehen andere Ehen ein.
Und was dann beide komplett blockiert, ist diese ewige unerfüllte Sehnsucht nach dem Leben mit dem anderen, nicht die derweil eingegangen Ehen ... Hätten Sie es mal ausprobiert, ihre Leidenschaft wäre wohl in einer Ehe zwischen einem Dienstmädchen und einem unerfahrenen Journalisten gemündet. Zumindest wäre ihnen dieses Feststecken in der unerfüllten Sehnsucht erspart geblieben.
Beim Verlassen des Saals bleibt ein Blumenstrauß auf der Bühne liegen. Ich fische ihn von der Bühne und Ch. adoptiert ihn.
http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201609991#tab=video25
"A serious game" - von Pernilla August zeigt das sehr empathisch.
Ca. 1910. Arvid und Lydia fühlen sich sofort zu einander hingezogen und sind ab dem ersten Zusammentreffen aufeinander fixiert. Aus meiner Sicht verhindern nicht die moralischen Umstände ihre Geschichte, sondern wirtschaftlichen Umstände als Lydias Vater stirbt. Beide gehen andere Ehen ein.
Und was dann beide komplett blockiert, ist diese ewige unerfüllte Sehnsucht nach dem Leben mit dem anderen, nicht die derweil eingegangen Ehen ... Hätten Sie es mal ausprobiert, ihre Leidenschaft wäre wohl in einer Ehe zwischen einem Dienstmädchen und einem unerfahrenen Journalisten gemündet. Zumindest wäre ihnen dieses Feststecken in der unerfüllten Sehnsucht erspart geblieben.
Beim Verlassen des Saals bleibt ein Blumenstrauß auf der Bühne liegen. Ich fische ihn von der Bühne und Ch. adoptiert ihn.
http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201609991#tab=video25
Statt Berlinalebrot ....
... gibt es Frühstück mit Freundin. (Und später was zu Spike Lees "Chi-Raq" -> viel gewagt, grandios gescheitert, ich könnte ihn umarmen für seinen Mut)
Noteinsatz
Ich war heute mal wieder am Ticketschalter am Kudamm. Zufällig konnte ich dem Rettungshubschrauber beim Landen zusehen. Spektakulär.
Mapplethorpe: Look at the picture
Unser erster Dokumentarfilm öffnet den Blick für die Welt des Fotografen Robert Mapplethorpe.
Entlang der Planung einer Ausstellung zu seinem Werk werden Weggefährten, Familienangehörige und wenige Freunde zu Robert Mapplethorpe befragt. In Intervieweinblendungen kommt er selber zu Wort.
Mein vorherrschendes Gefühl nach dem Film ist Betroffenheit. Es ist sehr still im Publikum. Irgendwie beklemmend in dieses komplizierte Leben zu schauen. Mapplethorpes Karriere startet in Ende der 60er / Anfang der 70er in New York. Er will mit aller Macht Karriere machen, will bekannt werden, will und forciert dies mit einer Reihe von pornographischen SM-Fotos.
Ich finde diese Photos grenzwertig. Warum muss jemand so brutal mit sich oder anderen umgehen? Ich merke, dass ich diesen Bildern gar nicht so lange ausgesetzt sein will. Ich will selbst entscheiden, wann ich mir diese Fotos ansehe und wann es genug ist. ... Obwohl es nie nur einfach um einen platten Porn-Faktor geht.
Jedenfalls liefern die Bilder was Mapplethorpe kalkuliert: Aufmerksamkeit.
Später wird er manisch. Arbeitet ununterbrochen. Und es entstehen einzigartige Fotos. Besonders beeindruckend finde ich eines seiner letzten Bilder, ein Selbstporträt: Der Aids-kranke Mapplethorpe mit silbernem Totenkopf vor schwarzem Hintergrund. Viele tolle Fotos, ein schwieriges Gesamtwerk und ein relativ gefälliger Dokumentarfilm.
http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201605317#tab=filmStills
Entlang der Planung einer Ausstellung zu seinem Werk werden Weggefährten, Familienangehörige und wenige Freunde zu Robert Mapplethorpe befragt. In Intervieweinblendungen kommt er selber zu Wort.
Mein vorherrschendes Gefühl nach dem Film ist Betroffenheit. Es ist sehr still im Publikum. Irgendwie beklemmend in dieses komplizierte Leben zu schauen. Mapplethorpes Karriere startet in Ende der 60er / Anfang der 70er in New York. Er will mit aller Macht Karriere machen, will bekannt werden, will und forciert dies mit einer Reihe von pornographischen SM-Fotos.
Ich finde diese Photos grenzwertig. Warum muss jemand so brutal mit sich oder anderen umgehen? Ich merke, dass ich diesen Bildern gar nicht so lange ausgesetzt sein will. Ich will selbst entscheiden, wann ich mir diese Fotos ansehe und wann es genug ist. ... Obwohl es nie nur einfach um einen platten Porn-Faktor geht.
Jedenfalls liefern die Bilder was Mapplethorpe kalkuliert: Aufmerksamkeit.
Später wird er manisch. Arbeitet ununterbrochen. Und es entstehen einzigartige Fotos. Besonders beeindruckend finde ich eines seiner letzten Bilder, ein Selbstporträt: Der Aids-kranke Mapplethorpe mit silbernem Totenkopf vor schwarzem Hintergrund. Viele tolle Fotos, ein schwieriges Gesamtwerk und ein relativ gefälliger Dokumentarfilm.
http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201605317#tab=filmStills
Dienstag, 16. Februar 2016
Auf uns ...
... warten die Reporter natürlich nicht, sondern auf Spike Lee, der mit seinem neuen Film Chi-raq im Festival vertreten ist.
Spike Lee ist einer der wichtigsten Wortführer bei den #OscarsSoWhite-Protesten.
Spike Lee ist einer der wichtigsten Wortführer bei den #OscarsSoWhite-Protesten.
Ganz oben
Unsere Plätze sind ganz oben. Das ist zwar gemütlich hier, aber auch weit weg von der Bühne. Und wahrscheinlich hängen später Scheinwerfer im Bild.
Berlinale Palast
Heute sehen wir uns die Premiere von dem Wettbewerbsfilm Chi-Raq. Aber erst mal heißt es wieder anstehen.
Gefährliche Antworten
Morgens um 10:00 Uhr in der Schlange antwortet die Verkäuferin: "Ich wiederhole 2 mal die Nr. 20371 Saint Amour im Haus der Festspiele am Samtag den 20.2. umd 10:00 Uhr, dann haben wir da die 190016 1 mal "Die Reise nach Sundevit, im - Moment - ähm - Zoopalast, Saal 1 ......"
Währenddessen nebenan:
"2x 20371 Saint amour
1x 190016 Reise nach Sundevit
2x 190018 Creepy ....
Danke, der nächste Bitte"
Währenddessen nebenan:
"2x 20371 Saint amour
1x 190016 Reise nach Sundevit
2x 190018 Creepy ....
Danke, der nächste Bitte"
BVG-Video statt Frühfilm
Ich lese. Fahre zum Frühfilm. Hinter der Station Zoologischer Garten bleibt die Bahn im Tunnel stehen. Der Motor wird abgestellt. Da schaue ich hoch. Ich bin alleine in der U-Bahn. Nebenan im Waggon ist auch niemand. Es ist ganz still hier unten. Ich warte. ... Ich warte weiter. ... Nichts geschieht. ... Ich überlege, ob ich mich bei jemand bemerkbar machen muss (im Tunnel?) und wenn ja bei wem?
Ich packe mein Leberwurst-Brot aus und esse. Es rappelt an der Tür und sie öffnet sich ins Dunkle des Tunnels. Dort stehen zwei Gesichter und ich erschrecke sehr. Die Uniformen, die dazu gehören kann ich noch nicht erkennen, weil der Kontrast zwischen hell und dunkel so gross ist. Einer ist ganz in schwarz, die andere, dunkelblaue BVG-Uniform.
"Na, schmeckst?" Sagt ein Gesicht. "Mampf, mampf mampf", (ich esse noch). "Ham se denn die Ansage am Zoo nich jehört?" "Mampf" und Kopfschütteln.
"Ick ess jetzt och erstmal meene Stulle" sagt das andere Gesicht. "Danach fahrn wa wieda zurück"
Tür zu. ... Tür wieder auf ... "Abba nich aussteigen hier im Tunnel". Tür zu. Die beiden Gesichter verabschieden sich ins Dunkle.
Den Frühfilm verpasse ich.
Ich packe mein Leberwurst-Brot aus und esse. Es rappelt an der Tür und sie öffnet sich ins Dunkle des Tunnels. Dort stehen zwei Gesichter und ich erschrecke sehr. Die Uniformen, die dazu gehören kann ich noch nicht erkennen, weil der Kontrast zwischen hell und dunkel so gross ist. Einer ist ganz in schwarz, die andere, dunkelblaue BVG-Uniform.
"Na, schmeckst?" Sagt ein Gesicht. "Mampf, mampf mampf", (ich esse noch). "Ham se denn die Ansage am Zoo nich jehört?" "Mampf" und Kopfschütteln.
"Ick ess jetzt och erstmal meene Stulle" sagt das andere Gesicht. "Danach fahrn wa wieda zurück"
Tür zu. ... Tür wieder auf ... "Abba nich aussteigen hier im Tunnel". Tür zu. Die beiden Gesichter verabschieden sich ins Dunkle.
Den Frühfilm verpasse ich.
A Quiet Passion
Sehenswert für Menschen, die Lyrik und Sprache lieben. Angelehnt an die wenigen bekannten Dinge wird Emily Dickinsons Biographie erzählt. Es ist eine Geschichte über den Rückzug in die innere Einsamkeit und über die massiv beschränkten Lebensmodelle für Frauen im 19. Jahrhundert und über einen rebellischen Geist.
Emily Dickinsons Werk besteht aus rund 1700 Gedichten, wovon lediglich 7 zu ihren Lebzeiten veröffentlicht wurden. Mein Englisch ist nicht wirklich gut genug für englische Lyrik, aber was ich im Film von ihren Gedichten verstehe, begeistert mich. Das gilt nicht nur für ihre Gedichte, das gilt auch für die Dialoge im gesamten Film. Den Film würde ich mir gerne noch einmal in deutsch ansehen. Einfach nur um die Sprache zu geniessen. Versmaß und Rhythmus, das Drehen der Gedanken, es macht Spass ihr zu folgen. Es ist auch ein trauriger Film. Irgendwo zwischen all dem Dichten möchte man Emily auch einen Tritt geben. "Raus - Trau dich - Bleib nicht hier hocken - Begnüge dich nicht - Verdammt nochmal, versuche es wenigstens", all das möchte man ihr zurufen.
Am Ende des Films bin ich wütend, weil ihre eingeschränkten Möglichkeiten als Frau so deutlich werden. Da ist so viel von „Was wäre gewesen wenn …." in ihrem Lebensweg. Und ich werde noch wütender, weil ich einen kurzen Moment an meine eigene Arbeitswelt denke: Eine von Männern geprägte und bestimmte Welt. Die kleinen Inseln, wo es anders war und ist, da gab und gibt es nichts zum Verdienen. Es ist - ganz einfach - nicht gerecht. Es ist nicht gerecht. Ich bin froh einen Mann an meiner Seite zu haben, der das weiss, - der mich in den Arm nimmt und mich unterstützt in meiner Zeit zu leben.
Zum Weiterlesen:
Über Emily Dickinson
http://www.deutschlandfunk.de/buch-der-woche-die-geheime-lyrik-der-emily-dickinson.700.de.html?dram:article_id=317520
Über Lohngerechtigkeit
http://www.equalpayday.de/startseite/
Emily Dickinsons Werk besteht aus rund 1700 Gedichten, wovon lediglich 7 zu ihren Lebzeiten veröffentlicht wurden. Mein Englisch ist nicht wirklich gut genug für englische Lyrik, aber was ich im Film von ihren Gedichten verstehe, begeistert mich. Das gilt nicht nur für ihre Gedichte, das gilt auch für die Dialoge im gesamten Film. Den Film würde ich mir gerne noch einmal in deutsch ansehen. Einfach nur um die Sprache zu geniessen. Versmaß und Rhythmus, das Drehen der Gedanken, es macht Spass ihr zu folgen. Es ist auch ein trauriger Film. Irgendwo zwischen all dem Dichten möchte man Emily auch einen Tritt geben. "Raus - Trau dich - Bleib nicht hier hocken - Begnüge dich nicht - Verdammt nochmal, versuche es wenigstens", all das möchte man ihr zurufen.
Am Ende des Films bin ich wütend, weil ihre eingeschränkten Möglichkeiten als Frau so deutlich werden. Da ist so viel von „Was wäre gewesen wenn …." in ihrem Lebensweg. Und ich werde noch wütender, weil ich einen kurzen Moment an meine eigene Arbeitswelt denke: Eine von Männern geprägte und bestimmte Welt. Die kleinen Inseln, wo es anders war und ist, da gab und gibt es nichts zum Verdienen. Es ist - ganz einfach - nicht gerecht. Es ist nicht gerecht. Ich bin froh einen Mann an meiner Seite zu haben, der das weiss, - der mich in den Arm nimmt und mich unterstützt in meiner Zeit zu leben.
Zum Weiterlesen:
Über Emily Dickinson
http://www.deutschlandfunk.de/buch-der-woche-die-geheime-lyrik-der-emily-dickinson.700.de.html?dram:article_id=317520
Über Lohngerechtigkeit
http://www.equalpayday.de/startseite/
Schlaflos
Unüblich für eine Berlinale: Ich kann nicht schlafen. Mir geht einfach viel durch den Kopf: Filme, Arbeit, Nachrichten, Freunde, Familie. Normalerweise sinke ich nach dem letzten Film des Tages todmüde ins Bett. Etwas ist verschoben bei dieser Berlinale. Sonst versinke ich 10 Tage im Kinosessel. Diesmal klappt das stundenweise sehr gut. Eben stundenweise.
Heute nacht jedenfalls bin ich seit halb vier wach. Ich gehe nicht in die Schlange, ich kann hier besser nachdenken. Und denken und etwas schönes tun, ist noch besser. Ich nutze die Zeit und beginne ein neues Kleid zuzuschneiden.
Der Schnittbogen hat starke Ähnlichkeiten mit der aktuellen Verkehrslage in Berlin ;-)
Montag, 15. Februar 2016
Staatsbesuch und Berlinale
Auf dem Weg zum Potsdamer Platz am Zoo. Mehrere Ausgänge aus dem Bahnhof sind abgesperrt. Wenige offen und kontrolliert. So leer kenne ich die Bahnsteige am Zoo mitten am Tag allerdings nicht.
Der Eingang zum Zoopalast ist durch das Berlinale-Rot gut zu erkennen. Direkt gegenüber der Eingang zum Waldorf-Astoria.
Ich bin gut durchgekommen. Mit der S-Bahn klappt es prima.
Der Eingang zum Zoopalast ist durch das Berlinale-Rot gut zu erkennen. Direkt gegenüber der Eingang zum Waldorf-Astoria.
Ich bin gut durchgekommen. Mit der S-Bahn klappt es prima.
Gefährliche Frage
Um 10 Min. nach 10:00 Uhr in der Schlange:
"Ach, wenn diese Premiere schon ausverkauft ist, können Sie mir da etwas anderes empfehlen? Vielleicht eine Biografie...
"Ach, wenn diese Premiere schon ausverkauft ist, können Sie mir da etwas anderes empfehlen? Vielleicht eine Biografie...
Volltreffer
Les premiers, les derniers - ein Volltreffer der Film. Super empfehlenswert. Landsschaftsaufnahmen und Panoramen in bester Westernmanier. Eigenwillige Figuren, die sich langsam entwickeln dürfen. Thriller, Mystik und wieder tolle Filmmusik.
Worum geht es? Zwei Hauptstränge entwicklen sich parallel: Willy und Esther sind auf der Suche und auf der Flucht aus ihrem Heim. Beide sind durch ihre Handikaps geprägt. Auf ihrem Fluchtweg halten sie sich über Wasser, indem Willy ab und an Motelzimmer ausraubt.
Gilou und Cochise, zwei Gelegenheitsgangster im Wartemodus aufs Altenteil. Ihr Auftrag: Findet das Smartphone, das verloren ging. Ihre Erkenntnis: Das Smartphone enthält entscheidende Beweise für einen Mord.
Beide Geschichten treffen sich.
Ich habe den Film sehr genossen.
Worum geht es? Zwei Hauptstränge entwicklen sich parallel: Willy und Esther sind auf der Suche und auf der Flucht aus ihrem Heim. Beide sind durch ihre Handikaps geprägt. Auf ihrem Fluchtweg halten sie sich über Wasser, indem Willy ab und an Motelzimmer ausraubt.
Gilou und Cochise, zwei Gelegenheitsgangster im Wartemodus aufs Altenteil. Ihr Auftrag: Findet das Smartphone, das verloren ging. Ihre Erkenntnis: Das Smartphone enthält entscheidende Beweise für einen Mord.
Beide Geschichten treffen sich.
Ich habe den Film sehr genossen.
Belgischer Western
Und endlich mal ein paar Highlights auf dieser Berlinale: Nach dem wunderbaren "Grüße aus Fukushima" haben wir "Les premiers, les derniers" gesehen. Ich bin begeistert. Ein moderner Western, angesiedelt in einer öden, verlassenen, französischen Industrieruinenlandschaft. Dieser Film hat alles was ein Western braucht: Weite Landschaften, ausgedehnte Ödnis, wenig Worte, den geheimnisvollen Fremden, alte Helden, böse Buben, die passende Musik und vor allem: Zeit. Die Handlung entwickelt sich langsam und wird doch nie langweilig. Großartig, Kultverdächtig!
Ai Weiwei auf der Berlinale
Gestern Nacht auf dem Heimweg haben wir einen Abstecher zum Gendarmenmarkt gemacht. Am Montag findet hier die Cinema for Peace Gala statt. Ai Weiwei hat hierfür etliche Schwimmwesten eingesammelt, die an den Stränden von Griechenlands und Italiens Küste angespült wurden oder Flüchtlingen die Illusion von Sicherheit gegeben haben.
Eindrucksvoll seine Installation. Das Individuum im massenhaftem Leid erkennen. Das sehe ich hier.
Und das fehlt mir in der Flüchtlingsdebatte allzu oft. Ich kann platte unreflektierten Stammtischreden und die quotenheischende hektische Berichterstattung zur Zeit kaum ertragen.
Eindrucksvoll seine Installation. Das Individuum im massenhaftem Leid erkennen. Das sehe ich hier.
Und das fehlt mir in der Flüchtlingsdebatte allzu oft. Ich kann platte unreflektierten Stammtischreden und die quotenheischende hektische Berichterstattung zur Zeit kaum ertragen.
Sonntag, 14. Februar 2016
Ergänzung zum saudi -arabischen Beitrag
Da es in Saudi-Arabien keine Kinos gibt, war es auch nicht so einfach Schauspieler zu finden. Der Hauptdarsteller ist eigentlich Komiker und ist in Saudi-Arabien ziemlich bekannt geworden, weil er Frauen beim Kampf gegen das Frauenfahrverbot unterstützt hat.
Die Hauptdarstellerin arbeitet im echten Leben im Sozialwesen und hat Theologie studiert.
Die Hauptdarstellerin arbeitet im echten Leben im Sozialwesen und hat Theologie studiert.
Tolle Musik
Der Film "War one Everyone" hat einen tollen Soundtrack. Bis auf 2 Lieder genau mein Geschmack. Als Konzert wäre es ein Volltreffer. Als Film ist "War on Everyone" ein Reihenfall. Die Figuren sind sehr platt gezeichnet. Frauen finden in Sexclubs oder Hot Pants, im Negligé, beim Friseur, im der Küche und nie über Grösse 34 statt. Männer sind alle triebdominiert, dumm oder brutal oder eine Kombination dessen. Kinder sind bedürftigt, dürfen auch dick und bedürftigt sein. Witze sind vorhersehbar und brutal. Tarantino - Imitat.
Schade. Nach "The Guard" und besonders nach dem hervorragend inszenierten Missbrauchsdrama "Am Sonntag bist du tot" (Calvary) hatte ich mich sehr auf dem neuen Film von John McDonagh gefreut.
Schade. Nach "The Guard" und besonders nach dem hervorragend inszenierten Missbrauchsdrama "Am Sonntag bist du tot" (Calvary) hatte ich mich sehr auf dem neuen Film von John McDonagh gefreut.
Gratwanderung
Der Film "Barakah yoqabil Barakah" ist eine romantische Komödie aus Saudi-Arabien. Geht das überhaupt? In einem Land in dem Frauen nicht mal im Theater auftreten dürfen? Der Film versucht es wenigstens, muss aber an einigen Stellen dann doch Zugeständnisse machen. Aber das Team macht aus diesen Schwächen eine Stärke, indem sie thematisiert werden. Die frustrierende Suche des Pärchens nach einem Treffpunkt, der Hauptdarsteller spielt eine Frauenrolle im Theater und problematische Bilder werden proaktiv übertrieben verpixelt. Das hat mir gefallen. Insgesamt wieder ein ruhiger Film, mit tollen Schauspielern. Aus der Q&A ist mir ein Satz des Regisseurs in Erinnerung geblieben, auf die Frage, wie sie es geschafft haben, die Dreherlaubnis zu kriegen: "Bitte nicht um Erlaubnis, sondern um Nachsicht".
Vaterprobleme
Einer unserer ersten Filme war "El rey del Once"'aus Argentinien. Ein Sohn kehrt nach Jahren nach Buenos Aires zurück, um dem Vater seine Freundin/Verlobte vorzustellen. Der Vater ist der Boss der Nachbarschaftshilfe in einem jüdischen Viertel. Der Sohn hat sich eine eigene Existenz im Ausland aufgebaut. Nach und nach wird diese jedoch durch seinen Vater, die Ereignisse und ihn selbst demontiert, bis ihm eigentlich nur übrig bleibt, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Wenigstens scheint er damit glücklich zu sein. Ein sehr ruhiger Film, der ein wenig Einblick in das Leben im jüdischen Viertel gibt. Ich hab mich etwas gelangweilt.
Harte Arbeit
Der Tag gestern war anstrengend. Filmmäßig. Tina hat ja schon berichtet. In "Der Brief" hat der Autor wohl ausprobiert, wie weit man die Dialoge und die Kameraführung entgegen den Konventionen verändern und überladen kann bis der Plot gerade noch erkennbar ist. In den beiden japanischen Experimentalfilmen war es auch nicht einfach. Der Ton grenzte zeitweise an Folter, die Kameraführung auch. Cabbageman hatte wenigstens einen schönen Plot. Trotzdem, das war nix.
Immerhin, der Kurzfilm "... und dann bye bye", der zum Einstieg lief, war schön.
Immerhin, der Kurzfilm "... und dann bye bye", der zum Einstieg lief, war schön.
Fukushima, mon amour
Was für ein schöner feinfühliger Film. Ich hätte noch stundenlang zu schauen können.
Ein Film über die vergessenen Rückkehrer in die Zone 0 um Fukushima, die seid 1.1.2015 keine Zone 0 mehr ist (Ein Trick, damit die Regierung weniger Geld an die Fukushima Opfer zahlt).
Und ein Film darüber, wie man mit Erfahrungen umgehen kann, auch schrecklichen, so dass Weiterleben Erfüllung und inneren Reichtum bringt.
Doris Dörrie hat dafür gesorgt, dass die Rückkehrer nicht vergessen sind.
In der Q&A besonders interessant: Die umfangreichen Massnahmen, um sicher in dieser Gegend zu drehen.
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201606080#tab=video25
Ein Film über die vergessenen Rückkehrer in die Zone 0 um Fukushima, die seid 1.1.2015 keine Zone 0 mehr ist (Ein Trick, damit die Regierung weniger Geld an die Fukushima Opfer zahlt).
Und ein Film darüber, wie man mit Erfahrungen umgehen kann, auch schrecklichen, so dass Weiterleben Erfüllung und inneren Reichtum bringt.
Doris Dörrie hat dafür gesorgt, dass die Rückkehrer nicht vergessen sind.
In der Q&A besonders interessant: Die umfangreichen Massnahmen, um sicher in dieser Gegend zu drehen.
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201606080#tab=video25
Berlinale-Brote
Heute wird es sehr lecker. Frischkäse mit Thymian vermischt, geraspelter Rotkohl (kurz überbrüht), Maronen und Apfel.
Und so schöne Farben heute auf dem Brot.
Und so schöne Farben heute auf dem Brot.
Gefährliche Fragen
Es gibt Fragen, die sollte man um 10:00 Uhr, wenn die Schalter öffnen und die Kartenkontigente schmelzen niemals stellen.
Z.B In der Audi Schlange, wo es auch Berlinale - Souvenirs gibt (schlecht organisiert), um Punkt 10:00: "Können Sie mir bitte auch eine Schlüsselband verkaufen? Kann ich das auch noch mal in blau ansehen?"
Z.B In der Audi Schlange, wo es auch Berlinale - Souvenirs gibt (schlecht organisiert), um Punkt 10:00: "Können Sie mir bitte auch eine Schlüsselband verkaufen? Kann ich das auch noch mal in blau ansehen?"
Juliane Moore muss weichen
Wer auch, wie wir auf der Berlinale unterwegs ist, sollte unbedingt daran denken, dass am Montag und Dienstag die Berlinale dem Staatsbesuch von Netanjahu weichen muss.
Der Besuch im Zoo-Palast erscheint am Montag und Dienstag nahezu unmöglich. Mir erschliesst sich nicht, zu welchen Vorführungen man auf welche Art Zutritt hat.
Auch das Vorankommen mit der BVG wird nicht wirklich einfach. ….
Warum Netanjahu nicht in Adlon oder Interconti wohnt … wahrscheinlich sind diese (verkehrstechnisch einfachen) 1A-Hotels mit Filmstars belegt.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm/deutsch-israelische-regierungskonsultationen-benjamin-netanjahu-in-berlin-40-stunden-ausnahmezustand/12959826.html
Doris Doris im Interview
Ich habe mal die Audi Lounge am Berlinale Palast ausprobiert. Doris Dorrie in einem Interview mit deutschlandradio kultur. Die Frau finde ich klasse und ich habe mich sehr gefreut sie hier in diesem kleinen Raum so dicht zu erleben.
Sie erzählt viel von ihrer Arbeit als Professorin an der Filmhochschule in München, Regisseurin und Schriftstellerin.
Ich will mir den Film "Fukushima mon amour" auf der Berlinale ansehen. Einen Film, den sie in der Zone 0 in Fukushima gedreht hat.
Mit in der Ausrüstung dabei ein russischer Geigerzähler, dem nicht vertraut wurde und der später durch einen sündhaft teuren deutschen Geigerzähler ersetzt wurde.
Sie erzählt viel von ihrer Arbeit als Professorin an der Filmhochschule in München, Regisseurin und Schriftstellerin.
Ich will mir den Film "Fukushima mon amour" auf der Berlinale ansehen. Einen Film, den sie in der Zone 0 in Fukushima gedreht hat.
Mit in der Ausrüstung dabei ein russischer Geigerzähler, dem nicht vertraut wurde und der später durch einen sündhaft teuren deutschen Geigerzähler ersetzt wurde.
Filme zum Aussortieren - Tokyo Cabbageman K
Der ursprünglich hoffnungsvollste Film der schlechten drei Filme heisst:
TOKYO CABBAGEMAN K
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201603740#tab=filmStills
Mmh, also man will ja eigentlich auch mal Filme sehen, in denen es scharfe Bilder gibt und nicht so ein unscharfes Gewackel. Und dann war es wieder so laut. Auch ein Galeriefilm. Der Plot: Ein Mann wacht morgens auf und stellt fest, dass er einen Chinakohl als Kopf hat (lustige Szene). Er giesst seinen Chinakohl ein wenig, damit er wächst (lustige Szene). Dann wird er in der Gesellschaft das, was man heute einen viralen Hit nennt. Alle fliegen auf den Cabbageman, alle verlieben sich in ihn. Eine Freundin explodiert ausversehen (keine weiteren lustigen Szenen mehr im Film). Der Cabbagemann tanzt komisch auf Bahnschienen. Eine Frau will in der Bahn mit dem Cabbageman schlafen. Ina (die heute in Berlin ist) und ich verlassen das Kino und retten uns in eine Bar. Die Männer bleiben. Sie erzählen: Zum Schluss schaufelt sich der Cabbageman ein grosses Grab, legt sich hinein und deckt sich selbst eifrig mit Erde zu.
Dejavu: Irgendwo im Film werden unvermittelt Finger in Grossaufnahmen abgehackt und man kann den Trick dabei erkennen … Häh, das hatten wir doch heute früh schon im Film. Die Regisseure waren auf der gleichen Schule.
TOKYO CABBAGEMAN K
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201603740#tab=filmStills
Mmh, also man will ja eigentlich auch mal Filme sehen, in denen es scharfe Bilder gibt und nicht so ein unscharfes Gewackel. Und dann war es wieder so laut. Auch ein Galeriefilm. Der Plot: Ein Mann wacht morgens auf und stellt fest, dass er einen Chinakohl als Kopf hat (lustige Szene). Er giesst seinen Chinakohl ein wenig, damit er wächst (lustige Szene). Dann wird er in der Gesellschaft das, was man heute einen viralen Hit nennt. Alle fliegen auf den Cabbageman, alle verlieben sich in ihn. Eine Freundin explodiert ausversehen (keine weiteren lustigen Szenen mehr im Film). Der Cabbagemann tanzt komisch auf Bahnschienen. Eine Frau will in der Bahn mit dem Cabbageman schlafen. Ina (die heute in Berlin ist) und ich verlassen das Kino und retten uns in eine Bar. Die Männer bleiben. Sie erzählen: Zum Schluss schaufelt sich der Cabbageman ein grosses Grab, legt sich hinein und deckt sich selbst eifrig mit Erde zu.
Dejavu: Irgendwo im Film werden unvermittelt Finger in Grossaufnahmen abgehackt und man kann den Trick dabei erkennen … Häh, das hatten wir doch heute früh schon im Film. Die Regisseure waren auf der gleichen Schule.
Filme, zum Aussortieren - I am Sion Sono
Der schlechteste Film, der schlechten 3 Filme von gestern heisst:
I am Sion Sono
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201603739#tab=filmStills
Wieder ein Film mit Wackelkamera der übelsten Sorte. Immer aus der Hand und unscharf gefilmt. Der Film hat keine Handlung und gehört aus meiner Sicht in eine Galerie, nicht ins Kino. Minutenlang sieht man Sion Sono, wie er an seiner Freundin rüttelt und ihr mit einer hohen Fistelstimme Fragen ins Ohr brüllt. Er küsst die Venus von Milo Statue, der Blut über den Kopf läuft. Dann fängt er an zu schreien, während sein Kumpel ihm seine Haare abrasiert. In einem Altbau tanzt er in einem schwarzen Kimono und erinnert mich an Batman. Der Film ist sehr laut. Immer dieses Schreien.
Ich beschliesse, beim nächsten Film Wacken-geeignete Ohrstöpsel zu tragen.
Einen Lichtblick konnte ich nicht erkennen.
I am Sion Sono
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201603739#tab=filmStills
Wieder ein Film mit Wackelkamera der übelsten Sorte. Immer aus der Hand und unscharf gefilmt. Der Film hat keine Handlung und gehört aus meiner Sicht in eine Galerie, nicht ins Kino. Minutenlang sieht man Sion Sono, wie er an seiner Freundin rüttelt und ihr mit einer hohen Fistelstimme Fragen ins Ohr brüllt. Er küsst die Venus von Milo Statue, der Blut über den Kopf läuft. Dann fängt er an zu schreien, während sein Kumpel ihm seine Haare abrasiert. In einem Altbau tanzt er in einem schwarzen Kimono und erinnert mich an Batman. Der Film ist sehr laut. Immer dieses Schreien.
Ich beschliesse, beim nächsten Film Wacken-geeignete Ohrstöpsel zu tragen.
Einen Lichtblick konnte ich nicht erkennen.
Samstag, 13. Februar 2016
Filme zum Aussortieren - der Brief
Gestern habe ich 3 Filme gesehen, die aussortiert werden dürfen. Zu Hause sind wir gerade auch gross am entrümpeln. Ich denke in den grossen Archiven sollte man vielleicht auch hemmungsloser sein. Entrümpeln heisst ja nicht wegschmeissen, nein, auf Special Flohmärkten findet sich immer ein einzelner Liebhaber für dieses oder jenes.
Aber langsam. Der beste der schlechten 3 Filme heisst:
DER BRIEF
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201602807#tab=filmStills
Hätte ich nur die Inhaltsangabe ernster genommen. „Körperlich eine Strapaze" stand da … völlig richtig diese Angabe. Der Plot ist recht einfach: Ein zufällig gefundener Brief wird persönlich zugestellt. Ende.
Dieser Plot animiert den Autor zu hemmungslos zusammengewürfelten Bildfolgen, z.B. Leute fallen von einem Dach, eine Meierei wird von Tomaten und Salat befreit, besonders ekelig in Grossaufnahme werden einem Protagonisten Finger abgeschnitten. Immerhin geht es so dilettantisch dabei zu, dass man den Trick erkennt … auch weil die Schauspieler immer grinsen müssen. Manchmal muss ich aber auch lachen. Wenn den Sargträgern immer wieder der Sarg entgleitet. Wenn äusserst umständlich der Weg beschrieben wird. Die ganze Zeit ist der Film laut. Alle reden durcheinander wie im absurden Theater. Ich muss an Dada denken.
Lichtblick:
Die Tochter den Regisseurs erklärt vor Filmstart die Situation ihres Vaters. Der Film sei entstanden, weil man etwas neues ausprobieren wollte. „Ich würde mich freuen, wenn ich sie nach Ende des Films auch noch so zahlreich im Kino sehe. … Sie werden schon sehen, was ich meine. Und ich hoffe, sie können den Film trotzdem auf eine eigene Art geniessen"
Aber langsam. Der beste der schlechten 3 Filme heisst:
DER BRIEF
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201602807#tab=filmStills
Hätte ich nur die Inhaltsangabe ernster genommen. „Körperlich eine Strapaze" stand da … völlig richtig diese Angabe. Der Plot ist recht einfach: Ein zufällig gefundener Brief wird persönlich zugestellt. Ende.
Dieser Plot animiert den Autor zu hemmungslos zusammengewürfelten Bildfolgen, z.B. Leute fallen von einem Dach, eine Meierei wird von Tomaten und Salat befreit, besonders ekelig in Grossaufnahme werden einem Protagonisten Finger abgeschnitten. Immerhin geht es so dilettantisch dabei zu, dass man den Trick erkennt … auch weil die Schauspieler immer grinsen müssen. Manchmal muss ich aber auch lachen. Wenn den Sargträgern immer wieder der Sarg entgleitet. Wenn äusserst umständlich der Weg beschrieben wird. Die ganze Zeit ist der Film laut. Alle reden durcheinander wie im absurden Theater. Ich muss an Dada denken.
Lichtblick:
Die Tochter den Regisseurs erklärt vor Filmstart die Situation ihres Vaters. Der Film sei entstanden, weil man etwas neues ausprobieren wollte. „Ich würde mich freuen, wenn ich sie nach Ende des Films auch noch so zahlreich im Kino sehe. … Sie werden schon sehen, was ich meine. Und ich hoffe, sie können den Film trotzdem auf eine eigene Art geniessen"
Auf dem Weg zum Abendfilm
Ich bin baff. In der Berliner S-Bahn hat J. Böttcher einen eigenen Sitzplatz mit eingesticktem Namen auf seinem Lieblingsplatz.
Das kenne ich nur von Regisseurinnen und Regisseuren und von Stammgästen in der Paris Bar, dass es eingestickte Schriftzüge auf dem Sitzplatz gibt.
Das ist wirklich kein Graffiti. Ich habe es geprüft. Wie kommt das dahin? War das eine Wette? Wer ist J. Böttcher?
Das kenne ich nur von Regisseurinnen und Regisseuren und von Stammgästen in der Paris Bar, dass es eingestickte Schriftzüge auf dem Sitzplatz gibt.
Das ist wirklich kein Graffiti. Ich habe es geprüft. Wie kommt das dahin? War das eine Wette? Wer ist J. Böttcher?
Retrospektive
Die diesjährige Retrospektive der Berlinale zeigt deutsche Filme aus dem Jahr 1966. Wir sehen uns hier "Der Brief" an und die Vorstellung ist trotz der merkwürdigen Beschreibung und dem vernichtenden Urteil des Regisseurs ("Der Film wird immer schlechter") ausverkauft.
Mittach
Heute gibt's Mittagessen bei Street Food und dann einen ziemlich schrägen Film. Also jetzt erst mal stärken :-)
Berlinale-Brote
Heute gibt es Brote mit Senfcreme statt Butter, Brokkolisproseen, Shitakepilzen und Gewürzgurken.
Die Brote gestern waren sehr lecker, aber es ist doch besser ein Brot zu nehmen statt einem Brötchen. Irgendwie ist das Brötchen ein bisschen zu dominant.
Die Brote gestern waren sehr lecker, aber es ist doch besser ein Brot zu nehmen statt einem Brötchen. Irgendwie ist das Brötchen ein bisschen zu dominant.
In der Audi-Schlange
Heute morgen stehe ich in der Audi- Schlange. Das Auto wird aufgebaut und poliert. Poliert bedeutet nicht nur der Lack, nicht nur die Felgen auch die Räder werden schön geputzt.
Ich finde, die sollten das Auto öffnen, damit man sich wärmen kann.
Ich finde, die sollten das Auto öffnen, damit man sich wärmen kann.
Freitag, 12. Februar 2016
Berlinalebrote für einen kranken, dicken Bauch, der froh und etwas dünner sein will
Heute habe ich die Berlinalebrote mit viel Bedacht gewählt.
Brötchen mit Anis und Fenchel: Ich bin im Magen noch flau. Anis und Fenchel helfen als altes Hausmittel
Fechnel: ich verspreche mir die ähnliche magenberuhigende Wirkung, wie bei Fencheltee
Frischkäse: statt Butter spart das ein paar Kalorien
Pampelmuse: Eine liebe Freundin von mir hat mich gelehrt, dass Grapefruit stimmungsaufhellend wirkt.
Salami: Da es leckere italienische Fenchelsalami gibt, sollte das auch hier passen. Und italienische Salami hat immer etwas von "verwöhnt werden". Das macht sicher auch froh.
Heute abend dann der erste Film für uns ... eine Komödie.
Brötchen mit Anis und Fenchel: Ich bin im Magen noch flau. Anis und Fenchel helfen als altes Hausmittel
Fechnel: ich verspreche mir die ähnliche magenberuhigende Wirkung, wie bei Fencheltee
Frischkäse: statt Butter spart das ein paar Kalorien
Pampelmuse: Eine liebe Freundin von mir hat mich gelehrt, dass Grapefruit stimmungsaufhellend wirkt.
Salami: Da es leckere italienische Fenchelsalami gibt, sollte das auch hier passen. Und italienische Salami hat immer etwas von "verwöhnt werden". Das macht sicher auch froh.
Heute abend dann der erste Film für uns ... eine Komödie.
Komplexe Planung
Die Planung für den heutigen Ticketkauf war ziemlich komplex. Eine Menge Bedingungen der Sorte "Wenn-der-nicht-klappt-dann-den-aber-davon-nur-eins" kreuz und quer über die Vorstellungen am kommenden Montag verteilt. Aber jetzt ist es geschafft und ich stehe wieder in der Schlange.
Donnerstag, 11. Februar 2016
Tops und Flops vom roten Teppich
Flops:
Nur einer ... Lars Eidingers Antworten auf Anke Engelke Fragen ... Intensive Fremdschämmomente
Doch noch ein kleiner ... Wo Dieter Kosslik überall hinfasst, wenn er Leute begrüßt ist befremdlich.
Tops:
Anke Engelkes Robe wie immer besonders und anders.
Amal Clooney Robe - ein Abendkleid, dass auf sehr erwachsene Art Baby Dolls zitiert.
Monika Grütters Rede fand ich gut.
Mein Liebster neben mir auf dem Sofa.
Nur einer ... Lars Eidingers Antworten auf Anke Engelke Fragen ... Intensive Fremdschämmomente
Doch noch ein kleiner ... Wo Dieter Kosslik überall hinfasst, wenn er Leute begrüßt ist befremdlich.
Tops:
Anke Engelkes Robe wie immer besonders und anders.
Amal Clooney Robe - ein Abendkleid, dass auf sehr erwachsene Art Baby Dolls zitiert.
Monika Grütters Rede fand ich gut.
Mein Liebster neben mir auf dem Sofa.
Berlinaleauftakt
Und so sieht in diesem Jahr unser Berlinaleauftakt aus.
Steve kennt keinen einzigen Prominamen "Könnte es sein, dass Meryl Streep kurze Haare hat?"
Steves Meryl Streep war eigentlich Martina Gedeck. :-)
Ich kenne alle. Klassische Frauenfachzeitschriften haben mir geholfen dieses Wissen aufzubauen. Ai wei wei erkennen wir beide.
Steve kennt keinen einzigen Prominamen "Könnte es sein, dass Meryl Streep kurze Haare hat?"
Steves Meryl Streep war eigentlich Martina Gedeck. :-)
Ich kenne alle. Klassische Frauenfachzeitschriften haben mir geholfen dieses Wissen aufzubauen. Ai wei wei erkennen wir beide.
Berlinale - Brot - Diät
Ich kuriere gerade noch ein wenig Übelkeit aus. Bin aber sicher am Samstag oder Sonntag wieder voll fit.
Und ausserdem habe ich im letzen Jahr so zugelegt, so ich mal versuchen will, in diesem Jahr eine Berlinalebrot-Diät durchzuführen.
Ein bisschen Fett ist ja ganz gut und führt ja immer dazu, dass man faltenfrei durch die Gegend läuft und ein beneidenswertes Dekolleté hat.
Wenn man aber neue Kleidung kaufen muss, probiert man mal wieder eine Diät.
Und ausserdem habe ich im letzen Jahr so zugelegt, so ich mal versuchen will, in diesem Jahr eine Berlinalebrot-Diät durchzuführen.
Ein bisschen Fett ist ja ganz gut und führt ja immer dazu, dass man faltenfrei durch die Gegend läuft und ein beneidenswertes Dekolleté hat.
Wenn man aber neue Kleidung kaufen muss, probiert man mal wieder eine Diät.
Sonntag wird ein guter Tag
Das anstehen in der Audi-Schlange hat sich gelohnt. Ich hab alle Wunschfilme bekommen. Jetzt muss ich dringend etwas frühstücken!
Audi Schlange
Nein, ich stehe hier nicht für den neusten Audi an, sondern für Berlinale Tickets. Audi ist Sponsor und verkauft deshalb in der Vertretung am Kudamm auch Tickets. Die Schlange hier ist erfreulich kurz, dafür ist es kalt und nass.
Mittwoch, 10. Februar 2016
Street Food am Start
Die Street Food Wagen sind auch schon da. In der Ticketschlange macht ja auch hungrig :-)
Ich hab mir hier ein schön kräftig gewürztes Kürbiscurry gegönnt.
Ich hab mir hier ein schön kräftig gewürztes Kürbiscurry gegönnt.
Lückenfüller
Und schon hat das Schicksal zugeschlagen! Heute haben wir von unseren drei Wunschfilmen leider nur einen bekommen. Da haben wir uns einfach noch irgendwas Verrücktes von der Liste der Filme für die es noch Tickets gab, ausgesucht. „Der Brief" heißt der Film, von dem der Regisseur sagte:
»Vor zwei Jahren war der Film besser. Er wird von Jahr zu Jahr schlechter!«
Und der Film ist inzwischen 50 Jahre alt. Wir sind gespannt!
Tickets, Tickets, Tickets
Seit Montag sind wir mit dem planen der Ticketkäufe beschäftigt. Jeden Tag gibt's wieder ein neues Kontingent zu kaufen, jeder Film wird mehrfach wiederholt und da ist die Planung - wann kaufen wir welches Ticket - schon komplex. Man kriegt nicht immer jedes Ticket das man möchte, gerade bei den beliebten Filmen ist der Andrang sehr groß. Wenn wir gar nichts kriegen, dann füllen wir auch schon mal mit einem Überraschungsfilm auf. Das sind die Filme, wo uns die Beschreibung gar nichts sagt. So haben wir schon richtige Perlen entdeckt, aber auch ganz schöne Reinfälle :-)
Bisher mussten wir aber noch nicht auffüllen. Mal sehen, ob's weiter so gut läuft. Daumendrücken!
Bisher mussten wir aber noch nicht auffüllen. Mal sehen, ob's weiter so gut läuft. Daumendrücken!
Montag, 8. Februar 2016
Berlinale 2016
Und wieder ist ein Jahr rum! Schon wieder ist Berlinale! Die letzten Tage haben wir wieder mit dem lesen von über 400 Filmbeschreibungen zugebracht. Die Favoriten sind ausgesucht und heute wurden die ersten Tickets verkauft. Leider haben wir keine Karten für den Eröffnungsfilm, Hail Caesar bekommen. Mal sehen, vielleicht gehen wir dann am Donnerstag Abend dann einfach bisschen Promi-Luft am Potsdamer Platz schnuppern ;-)
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